Streuobstwiesen-Besucher-Knigge

Auf Streuobstwiesen werden hochwertige Lebensmittel produziert. Unzählige Tiere und Pflanzen finden dort einen Lebensraum. Zugleich sind Streuobstwiesen auch wertvolle Rückzugsräume für uns Menschen. Hier gehen wir spazieren, führen unsere Hunde aus, joggen, fahren Fahrrad und genießen einfach nur die Schönheit der Landschaft. 

Spaziergänger in Streuobstwiese

Wir alle sind herzlich willkommen in den Herrenberger Streuobstwiesen. Und das völlig kostenfrei!

Damit das so bleibt, sollten wir alle ein wenig Rücksicht nehmen. Die folgenden drei Punkte sind dabei besonders wichtig:

 

1. Wir bleiben auf den Wegen

Das Gras zwischen den Bäumen wird mancherorts nach wie vor als Tierfutter genutzt. Aber auch wo das nicht der Fall ist, sollte das Gras nicht zertreten werden, da es das Mähen erschwert.

 

2. Wir lassen keine Hundehaufen liegen

Auch Hunde sind in den Streuobstwiesen willkommen. Hundekot hat in den Wiesen jedoch nichts verloren. Hier entsteht Heu als Tierfutter, Obst wird vom Boden aufgelesen und die Bewirtschafter wollen sich nicht ihre Arbeit erschweren und verderben lassen.

 

3. Wir klauen kein Obst

Streuobstwiesen zu bewirtschaften macht einen ganzen Haufen Arbeit. Bäume müssen gepflanzt und regelmäßig geschnitten werden, das Gras muss gemäht werden. Die Bewirtschafter haben sich ihr Obst daher redlich verdient. Wenn jeder Spaziergänger nur eine Hand voll Kirschen mitnimmt oder drei Äpfel, bleibt am Schluss nur wenig übrig für diejenigen, die die Arbeit gemacht haben. 

Übrigens: Auch das Obst, das schon am Boden liegt, ist nicht zum Mitnehmen gedacht. Daraus kann noch immer ein hervorragender Most werden oder ein feines Destillat. Da die Früchte oft erst dann perfekt reif sind, wenn sie von alleine runterfallen, lassen viele Bewirtschafter das Obst möglichst lange hängen und lesen es dann vom Boden auf.

In den meisten Orten können Sie frisches Obst kaufen – für wenig Geld und völlig legal. Sie unterstützen damit die Menschen, die diese fantastische Landschaft pflegen und erhalten: die Streuobstbewirtschafter.