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„Nur die Faulen bleiben liegen“ –

Das Netzwerk Streuobst Mössingen stellt sich am 30.11.2017 im Herrenberger Klosterhofkeller vor und gibt einen Einblick in seine seit 2006 initiierten Projekte. In der anschließenden offenen Runde können Themen vertieft und diskutiert werden, sowie Visionen für Herrenberg entwickelt werden.

Termin: 30.11.2017 – Ort: Keller im Klosterhof in Herrenberg – Uhrzeit: 19 Uhr – Dauer ca. 1,5 Stunden

Infos zum Mössinger Streuobst-Netzwerk:

Das Netzwerk Streuobst Mössingen hat sich vor zehn Jahren aus einer Lokalen Agenda-Gruppe heraus gegründet  und ist ein loser Zusammenschluss von Vereinen und Initiativen, mit dem Ziel den Rückgang der Pflege und der Nutzung von Streuobstwiesen aufzuhalten. Seit der Gründung wurde eine Vielzahl von Aktivitäten umgesetzt. Dazu gehören unter anderem: Die jährliche Mössinger Apfelwoche und das Apfelfest, regelmäßige Mostseminare, der Panoramaweg Streuobst, ein Geräteverleih „Schaff’s Gut“, eine Börse für Obstbäume oder Obstwiesen (MyBäumle und MyStückle) sowie eine neue Marke „Mössinger“ für Apfelsaft oder einen roten Secco („Der rote Mössinger“) und den „Steinlachtäler“ Most.

Besonders interessant ist das Projekt „Energiebündel & Flowerpower“: Mit dem Projekt „Energiebündel & Flowerpower“ konnte das Netzwerk ein komplexes lokales Verwertungsnetz für die Biomasse der Streuobstwiesen knüpfen. Aktuell übernimmt eine lokale Biogasanlage das Wiesenschnitt-Material. Die holzige Biomasse wird zur Trocknung der Holzpellet in einer Pelletanlage in Empfingen genutzt. Das Schnittgut wird dabei entlang der Wege der Streuobstwiesen durch die Stadt Mössingen abgeholt.

Noch mehr Information gibt es auf der Homepage des Netzwerks.

 

 

Ernte gut, alles gut?

Apfel in HandDie Streuobsternte 2017 war sehr durchwachsen. Aufgrund des späten Frosts im Frühjahr haben die meisten Streuobsterzeuger nur sehr wenig Obst ernten können, das zudem oftmals schlechter zu lagern ist als in anderen Jahren.

Nicht überall sind die Ausfälle gleich groß: Selbst auf benachbarten Streuobstwiesen sind die Erträge mitunter sehr unterschiedlich ausgefallen. Während der eine noch zufrieden sein konnte, hatte der andere gar keinen Ertrag. Woran das im Detail liegt, ist selbst Profis nicht immer klar. Einige Fachleute gehen davon aus, dass die Gesundheit und Vitalität der Bäume eine Rolle spielt, weil starke Bäume Frostschäden besser wegstecken können.

Für alle Freundinnen und Freunde von Streuobstprodukten heißt das: In den nächsten Monaten dürften die Produkte etwas teurer sein, weil es weniger zu vermarkten gibt.

Klar ist aber: Streuobstprodukte sind ihren Preis wert. Auch, wenn der jetzt ein bisschen höher ist.